Aktuelles

Einstimmig gegen Rechts – Scharfe Debatte über den Verkauf am Afföller – Sozialquote ausgehebelt

Bericht aus der Marburger Stadtverordnetenversammlung vom 27. September 2019

Die Sitzung des Stadtparlaments am 27. September konnte man mit Spannung erwarten, denn insgesamt fünf Dringlichkeitsanträge und mehrere Aussprachen waren angekündigt. Heraus stachen zwei: der gemeinsame Antrag aller Fraktionen „Gegen Hakenkreuzschmierereien, Verunglimpfungen und Rassismus“ und ein zweiter, eingereicht von CDU und BfM, der den schlichten Titel „Afföllergelände“ trug und vor Verunglimpfungen der Marburger Linken keinen Halt machte. Weitere Aussprachen gab es zur geplanten Bebauung des ehemaligen Hauptpostareals, dem neuen Konzept zur Altenplanung, und einer Vorlage des Magistrats zur Errichtung eines Nachbarschafts- und Gesundheitszentrums im Waldtal.

Afföller-Verkauf: CDU rückt Marburger Linke in die Nähe von Rechtsradikalen

SPD uneins bei Unterstützung von CDU/BfM-Antrag

(1.10.2019) „Es ist ein Skandal, dass die CDU-Stadtverordneten Dirk Bamberger und Matthias Range den Widerstand der Marburger Linken gegen den Afföller-Verkauf in die Nähe von Nazi-Methoden rücken und dies im Stadtparlament nicht geahndet wurde“, erklärte die Fraktionsvorsitzende der Marburger Linken Renate Bastian.
Auf der Stadtverordnetenversammlung vom Freitag (27.9.2019) hatten CDU und BfM einen Dringlichkeitsantrag eingebracht, in dem die Fraktion der Marburger Linken und ihre Vorsitzende Renate Bastian verleumdet wurden. Bastian wurde vorgeworfen, im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf eines städtischen Grundstücks am Afföller behauptet zu haben, "Grundstücksverkäufe (würden) vom Magistrat in Hinterzimmern und aufgrund von Unterstützungszahlungen getroffen". Außerdem widersprachen die Antragssteller angeblichen Verdächtigungen, einzelne Fraktionen oder Mandatsträger seien bestechlich.
In der Debatte setzten die CDU-Stadtverordneten Dirk Bamberger und Matthias Range noch einiges drauf. Obwohl sie zugeben mussten, dass die Äußerungen aus Reihen der Marburger Linken rechtlich nicht zu beanstanden waren, warfen sie ihr moralisches Verhalten „auf niedrigster Stufe“ vor und verglichen ihre Politik mit der von Rechtspopulisten. Bamberger verstieg sich zur Behauptung, der rechte und der linke Rand würden sich berühren.
Hier wurde ein Ordnungsruf der Stadtverordnetenvorsteherin Marianne Wölk (SPD) vermisst, die noch kurz zuvor einen gemeinsamen Antrag aller Fraktionen gegen rechtsradikale Umtriebe in Marburg begründet hatte.

500 bei Demo gegen Afföller-Verkauf


Einen ersten Höhepunkt der Kampagne gegen den Verkauf eines Teils des Afföllergeländes an eine Pohl-Firma erlebte Marburg am Samstag, 21. September. Rund 500 Personen versammelten sich am KFZ zum Auftakt der ersten Demonstration gegen die Pläne der Stadt. Dort kamen Vertreter*innen des Aktionsbündisses "Afföller retten", von der Gruppe dissident, von Fridays for Future und des Kfz zu Wort, um sich mit den Kultureinrichtungen am Afföller zu solidarisieren und gegen der Verkauf öffentlicher Flächen zu protestieren. 

Auf dem Weg zum Afföllergelände macht die Demonstration vor dem DVAG-Gebäude halt, wo auch die Fraktionsvorsitzende der Marburger Linken Renate Bastian (Foto links) zu Wort kam, um über den Stand der Verkaufspläne zu berichten. Sie verwies darauf, dass bereits über 2.000 Menschen beim Bündnis, bei den Grünen und der Linken gegen den Verkauf unterschrieben hätten.

Bericht der Hessenschau (ab 4:30)

Mietendeckel gefordert – Ampelpärchen bleiben – Bundeswehrwerbung und Rüstungsforschung abgelehnt – Ausländerbehörde soll ertüchtigt werden

Bericht aus der Marburger Stadtverordnetenversammlung vom 30. August 2019

Am 30. August endete für die Marburger Stadtverordnetenversammlung die Sommerpause.  Durch mehrere Anträge der Marburger Linken wurden deutliche Akzente gesetzt. Das Votum für einen Mietendeckel unterstrich, dass die bisherigen Maßnahmen, die hohen Mietensteigerungen zu bremsen, nicht greifen. In der Kritik an Bundeswehrwerbung an Stadtbussen und beim Appell an die Uni, militärische Forschungen zu stoppen, ging es um friedenspolitische Grundsätze. Mit der Beibehaltung der Ampelpärchen, die ursprünglich für den mittelhessischen CSD angebracht worden waren, soll die Stadt Marburg ein weiteres Signal für Offenheit und Toleranz setzen. Alle diese Anträge der Marburger Linken wurden im Kern angenommen.

Fahrradstreifen für Weidenhäuser Brücke !

Demo von 200 Fahrradaktivist*innen sorgte für Verschiebung der Brückeneröffnung

Marburgs runderneuerte autogerechte historische Weidenhäuser Brücke - klimafreundlich ohne Fahrradstreifen  - hatte am 11.08.2019 zur um 18:00 Uhr geplanten Freigabe für den (PKW-) Verkehr unerbeteten Besuch von an die 200 Fahrradfahrer*innen - bunt gemischt - kleine und große Kinder, Familien, Studierende und auch ältere Menschen auf Initiative von Future for Friday, BI Verkehrswende , Critical Mass und vielen Fahrradaktivist*innen.

OB Dr.Thomas Spies, mit dem Fahrrrad angereist und eifrig damit beschäftigt ins Gespräch zu kommen und die Wogen zu glätten, musste schließlich gegen 18:30 Uhr die Freigabe abblasen.

Es hat riesig Spaß gemacht mit so vielen radelnden Menschen 6-Tage-Rennen im Langsamttempo auf der ganzen Breite der Brücke zu radeln ehe der PKW-Verkehr dort wieder tosen wird .

Am Nachmittag des gleichen Tages hatte unsere Fraktion der Marburger Linken einen Antrag eingebracht, der eine Nachbesserung der Verkehrsführung fordert : Fahrradstreifen auf beiden Seiten (auf Kosten der jetztigen 2-Spurigkeit einer Fahrtrichtung) und Tempo 30.

Henning Köster

Unterschriftenaktion gegen Afföller-Verkauf

Die Marburger Linke nahm die Wiedereröffnung der Weidenhäuser Brücke zum Anlass, am Cineplex-Kino Unterschriften gegen die Privatisierung eines Teils des Parkplatzes am Afföller zu sammeln.

Am Infostand wurden viele Gespräche mit Passant*innen geführt. Insgesamt über 300 Personen haben allein  ei der Marburger Linken egen den Verkaufdes Geländes an den Pohl-Clan unterschrieben.

Unterschreiben kann man auch online: https://www.die-linke-marburg.de/?page=219&aid=1
Und wer sich hintergründig informieren will: Chwala/Deppe/Rilling/Schalauske:Die gekaufte Stadt. Der Fall Marburg: Auf dem Weg zur "Pohl-City"

Kein Grundstücksverkauf am Afföller!

Unterschriftensammlung gegen Pohl-Pläne am Afföller

Grüne, Marburger Linke und der AStA haben eine gemeinsame Unterschriftensammlung gegen den Verkauf eines Teils des Afföller-Parkplatzes an die Marburger Gesellschaft für Projektentwicklung (MPG) der Pohl-Familienstiftung. Damit würde sich nicht nur das Gebiet im Nordviertel, das von den Firmen des Pohl-Clans kontrolliert wird, vergrößeren, sondern die Stadt wiederum Gelände privatisieren und damit ihren Spielraum für eine Stadtentwicklung im Interesse der Marburger*innen weiter einschränken.

Die Marburger Linke hofft, dass weitere Organisationen die Unterschriftensammlung unterstützen und gemeinsam Widerstand gegen die Pläne des Pohl-Clans und ihrer Unterstützer*innen im Marburger Magistrat leisten.

Hier können Sie sich online in die Unterschriftenliste gegen den Grundstücksverkauf am Afföller eintragen: https://www.die-linke-marburg.de/?page=219&aid=1

Debatte über Klimanotstand – Kriegsforschung stoppen – Abschaffung der Straßenbeiträge – Konsequentere Bürgerbeteiligung am Hasenkopf – Afföllergelände muss öffentlich bleiben

Bericht aus der Marburger Stadtverordnetenversammlung (StVV) vom 28. Juni 2019

Die letzte Sitzung des Stadtparlaments vor den Sommerferien stand ganz im Zeichen der Klimadebatte. Bereits im Vorfeld hatten sich fast alle Fraktionen auf einen gemeinsamen Antrag geeinigt: In Marburg soll der Klimanotstand festgestellt werden. Für die Umsetzung zeigten sich unterschiedliche Positionen der Fraktionen. Ebenso stand wegen des geplanten Geländeverkaufs am Afföller die weitere Stadtentwicklung auf der Tagesordnung mit der Frage: Darf städtisches Eigentum an Grund und Boden weiterhin privatisiert werden?

Angesichts neuer Informationen über militärische Forschung im Auftrag des US-Pentagons forderte der Dringlichkeitsantrag der Marburger Linken einen Appell an die Philipps-Universität, sich künftig ausschließlich ziviler Forschung zu widmen.

Einmütig drückte das Parlament sein Entsetzen über den politischen Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke aus und verurteilte rechten Terror und Netzwerke der Neonazis.

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