Zum Hauptinhalt springen

AC

Fast 138.000 Überstunden am UKGM in 2021: Für mehr Personal und die Rückführung des UKGM in öffentliches Eigentum

(c) DIE LINKE. Marburg-Biedenkopf
Warnstreik aufgrund der Aufkündigung der Investitionsvereinbarung mit dem Land Hessen durch die Asklepios AG
Eine Gruppe Menschen steht unter einem Vordach vor einem hohen Gebäude und wendet der Kamera den Rücken zu.

Der Warnstreik am UKGM in der vergangenen Woche hat klar gezeigt, dass die Angestellten dem Profitstreben von Asklepios entgegentreten. Unser Landesvorsitzender Jan Schalauske hat klar gemacht:

„Die Landesregierung lässt sich von Asklepios erpressen, dabei wäre sie gar nicht ohnmächtig. Konkrete Unterstützung der Beschäftigten bedeutet, sich für die Vergesellschaftung des UKGM nach Artikel 15 des Grundgesetzes einzusetzen. Mehr als 18.000 Menschen sowie zahlreiche lokale Mitglieder der LINKEN, SPD und Grüne haben eine entsprechende Petition unterstützt. Wer richtigerweise sagt, dass die Privatisierung unseres Uniklinikums durch eine CDU-geführte Landesregierung ein großer Fehler war, muss diesen gravierenden Fehler jetzt konkret  beheben.“

Es sei absurd, dass die Beschäftigten nun gegen Ausgliederungen und Kündigungen streiken müssten, wo stattdessen doch deutlich mehr Personal und massive Investitionen im UKGM gebraucht würden. Die Krankenhausbewegungen für mehr Personal an der Berliner Charité sowie an den sechs Unikliniken in NRW zeigen auf, wie das gelingen könne. Vor diesem Hintergrund sei es sehr zu begrüßen, wenn die dringend notwenige Entlastungswelle nun auch nach Hessen – am UKGM wie am UKF – überschwappe, so Schalauske.

„Die Beschäftigten des UKGM haben allein im Jahr 2021 insgesamt 137.801 Überstunden geleistet, wie aus unserer Kleinen Anfrage hervorgeht. Diese Zahlen belegen, dass es mehr Personal und einen verbindlichen Personalschlüssel braucht. In einem Uniklinikum in öffentlicher Hand geht das besser als mit einem Aktienkonzern, der vor allem auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen schaut. Krankenhäuser gehören nicht an die Finanzmärkte, sondern in öffentliches Eigentum.“