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Zwei Jahre nach der Rodung und Räumung des Dannenröder Waldes

(c) DIE LINKE. Marburg-Biedenkopf
Eine Gruppe Menschen steht vor einem hohen Betonpfeiler an einem Herbsttag und lauscht einem Vortrag.

Vergangenen Sonntag (02.10.) waren mehr als 40 Teilnehmende einer Einladung der hessischen Landtagsfraktion der LINKEN an die A49-Baustelle zwischen Kirtorf-Lehrbach und Niederklein gefolgt, um dort an einem gemeinsamen Spaziergang mit dem Biologen Wolfgang Dennhöfer (BUND) teilzunehmen.

Ziel des Spaziergangs war es, die Ereignisse und Proteste rund um die Rodung und Räumung des Dannenröder Waldes nochmals Revue passieren zu lassen und gemeinsam nach vorne zu blicken. Am Fuße der Gleentalbrücke, einer im Bau befindlichen Autobahnbrücke Mitten in einer Wasserschutzzone II, erläuterte Dennhöfer etwaige Gefahren für die Trinkwasserversorgung und seine Forderung nach einem Moratorium für jegliche Autobahnprojekte – also aller rund 900 km Autobahnen, die im aktuellen Bundesverkehrswegeplan noch zum Bau vorgesehen sind.

Neben Dennhöfer und vielen Mitgliedern von Bürger*inneninitiativen gegen die A49 begleitete auch Jan Schalauske (Fraktionsvorsitzender der LINKEN im hessischen Landtag) den Spaziergang. In einem Redebeitrag zur zukünftigen Rolle seiner Fraktion kommentierte er: „DIE LINKE hat den Autobahnbau immer abgelehnt. Auch heute begleitet sie die drohenden Auswirkungen des unnötigen Autobahnbaus etwa auf Trinkwasserversorgung in Mittelhessen mit parlamentarischen Initiativen.“ Bis zur finalen Abholzung des Dannenröder Waldes wurde der gesamte Prozess von parlamentarischen Beobachter*innen der Linksfraktion kritisch begleitet.

Die Besetzung und den Bau der Baumhaussiedlungen im Danni bezeichnete Dennhöfer abschließend als eine heroische Zeit, auf die dann eine Phase großer Enttäuschung gefolgt sei. Dennhöfer und Vertreter der LINKEN, neben Schalauske war auch der parlamentarische Geschäftsführer Torsten Felstehausen anwesend, waren sich daran einig, dass der Dannenröder Wald unwiederbringlich verloren sei, jedoch bestünde im Zeichen der Klimakrise die Notwendigkeit, weiter gegen in der Planung befindliche Autobahnprojekte und für eine sozial-ökologische Verkehrswende zugunsten von Mensch und Klima zu mobilisieren.