Zum Hauptinhalt springen

Philip Kaufmann

Bericht: Besichtigung diverser Bahnhöfe (u.a. Kirchhain) im Rahmen der politischen Initiative der LINKEN zur Reaktivierung der Ohmtalbahn

© Philip Kaufmann
Delegation der Ohmtalbahn-Begehung am (Start-)Bahnhof in Kirchhain
Delegation der Ohmtalbahn-Begehung am (Start-)Bahnhof in Kirchhain
© Philip Kaufmann
Delegation der Ohmtalbahn-Begehung am alten Bahnhof in Nieder-Ofleiden
Delegation der Ohmtalbahn-Begehung am alten Bahnhof in Nieder-Ofleiden
© Philip Kaufmann
Blick auf das alte Bahnhofsgebäude in Nieder-Ofleiden
Blick auf das alte Bahnhofsgebäude in Nieder-Ofleiden
© Philip Kaufmann
Jan Schalauske und Hans-Jürgen Sitt vor dem alten Bahnhof in Homberg
Jan Schalauske und Hans-Jürgen Sitt vor dem alten Bahnhof in Homberg
© Philip Kaufmann
Jan Schalauske blickt auf einen vorbeifahrenden Güterzug am Standort des alten Bahnhofs in Amöneburg.
Jan Schalauske blickt auf einen vorbeifahrenden Güterzug am Standort des alten Bahnhofs in Amöneburg.

Gemeinsam mit einem Pressevertreter, besichtigten am 09.02.2022 verschiedenen Vertreter*innen der LINKEN (u. a. aus dem Kreistag, dem Kreisvorstand Marburg-Biedenkopf sowie aus dem Ortsverband Kirchhain) um Jan Schalauske (Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Hessischen Landtag) eine von Reinhard Heck (Kirchhainer Stadtverordneter des OV Kirchhain) zusammengestellte Route möglicher Bahnhaltepunkte der zur Reaktivierung vorgeschlagenen Ohmtalbahn.

Hintergrund war, dass die Reaktivierung der Ohmtalbahn ein vorrangiges und wichtiges Ziel zur Umsetzung einer dringend notwendigen Verkehrswende vor Ort darstellt. Mit einer Anbindung der Ohmtalbahn (Kirchhain-Homberg-Nieder-Gemünden) an die Vogelsbergbahn könnte sogar eine neue Ost-West-Verbindung zwischen Marburg, Alsfeld und Fulda geschaffen und eine bestehende Lücke im hessischen Bahnnetz geschlossen werden.

Reinhard Heck führte am Bahnhof in Kirchhain kurz in die Geschichte der Ohmtalbahn ein und umriss eine im November des letzten Jahres veröffentlichte Studie, wonach die Rahmenbedingungen zur Reaktivierung der Ohmtalbahn „absolut gegeben“ seien. Die Kosten von circa 26 Millionen Euro seien im Lichte hoher Förderquoten des Bundes sowie dem Vergleich mit Kosten in Höhe dreistelliger Millionenbeträge je Abschnitt des Planungsdinosauriers A49 als moderat zu bezeichnen, so ein Teilnehmer.

Insbesondere „mit Blick auf die Klimakrise ist es dringend geboten mehr Verkehr und Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern“, fügte Jan Schalauske am Standort der Mittelhessischen Hartsteinindustrie in Ober-Ofleiden an – die dort über einen Güterverkehr-Bahnanschluss verfügt. Dies bedinge besonders im ländlichen Raum einen massiven Ausbau sozial-ökologischer Alternativen zum eigenen Auto, so Schalauske weiter.

Bessere Anbindungen, kürzere Taktung der Fahrzeiten von Bus und Bahn, attraktive Preise sowie langfristig ein kostenfreier Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) seien neben Streckenreaktivierungen dringend geboten, waren sich die Teilnehmenden einig.

„Nur so können zukünftig mehr Menschen in Hessen ihren Mobilitätsbedarf mit dem ÖPNV decken“, schloss am alten Bahnhof in Amöneburg Reinhard Heck. Auch würde der ländliche Raum generell gestärkt, was einen Beitrag zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land darstelle, fügte Schalauske zum Ende der Besichtigung noch an.

Hinweis (Landtagsantrag zur Ohmtalbahn):

Die Linksfraktion im Hessischen Landtag hat am 09.02.2022 einen Antrag mit dem Titel Ohmtalbahn reaktivieren und mit dem Ausbau der Vogelsbergbahn verbinden ins Verfahren gegeben.