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Kreisverband unterstützt Aufnahme von Menschen aus Afghanistan

DIE LINKE Marburg-Biedenkopf hat sich in ihrer Mitgliederversammlung dem Aufruf "Schande in Afghanistan: Verantwortung übernehmen - Menschen retten - Konsequenzen ziehen" angeschlossen und ruft zur Unterstützung auf. Das totale Scheitern des zwanzig Jahre andauernden Militäreinsatzes, den DIE LINKE immer abgelehnt hat, führt zu großen Gefahren für die Menschen in Afghanistan, insbesondere diejenigen, die auch mit deutschen Stellen zusammenarbeiteten.

Es liegt in der Verantwortung der Bundesregierung, dass der Abzug völlig unkoordiniert erfolgte und viele Ortskräfte zurückgelassen wurden – die Aufnahme von Menschen wurde vom Innenministerium so lange wie irgend möglich bürokratisch verunmöglicht. Die Lageberichte des Außenministeriums haben die reale Lage völlig verkannt und noch vor wenigen Wochen die Grundlage für Abschiebungen nach Afghanistan dargestellt, während Anträge von LINKEN und Grünen zur unbürokratischen Aufnahme der Ortskräfte und anderer besonders gefährdeter Menschen abgelehnt wurden. Wir fordern jetzt:

  • Die Menschen retten! So schnell, so unbürokratisch und so viele es geht: Es braucht sofort eine Luftbrücke für eine Massenevakuierung und ein Visanotprogramm damit Flugzeuge ohne komplizierte Anträge betreten werden können. Wir fordern die Vergabe humanitärer Visa in den deutschen Botschaften in Afghanistans Nachbarstaaten. Für alle Menschen, die nun in ihrem Leben bedroht sind.
  • Es braucht eine massive Aufstockung des UN-Flüchtlingsfonds für Afghanistan. Es ist jetzt mit einer langandauernden Fluchtbewegung zu rechnen. Bereits Ende 2020 lebten 2,6 Millionen Afghan*innen als Flüchtlinge in den Anrainerstaaten Iran und Pakistan. Mehr als drei Millionen Afghan*innen gelten als Binnenvertriebene im eigenem Land. 
  • Wir brauchen ein europäisches Aufnahmeprogramm. Und Deutschland sollte vorangehen. Viele Länder und Kommunen mit linker Regierungsbeteiligung haben bereits ihre Bereitschaft zur Aufnahme von Geflüchteten aus Afghanistan erklärt! Es braucht jetzt einen konsequenten und sofortigen Flüchtlingsschutz.