Anzahl der Unterschriften 24. Sept.: 196

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MARBURGER WAHLAUFRUF:
Je stärker DIE LINKE, desto sozialer das Land!

Die Welt wird von der tiefsten Wirtschafts- und Finanzkrise seit 1929 erschüttert. Sie ist eine Folge der Marktliberalisierung, wie sie hierzulande von SPD-GRÜNEN und CDU/CSU-SPD betrieben wurde, die Pläne der FDP sind teilweise noch markt-radikaler. Vorrang haben die Gewinne von Kapitalbesitzern und nicht die Bedürfnisse der Menschen. Diese neoliberale Politik hatte eine gigantische Umverteilung von unten nach oben zur Folge. Ein Riss geht durch unsere Gesellschaft.
Die Steuern für Reiche und Unternehmen wurden schrittweise verringert. Die öffentlichen Kassen leerten sich und die Staatsverschuldung nahm zu. Für Bildung und Soziales ist nicht genug Geld da. Mit Hartz IV wurde Armut zu einem Massenphänomen. Es dient dazu, Menschen in Niedriglöhne zu zwingen und die Löhne insgesamt unter Druck zu setzen. Da die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme immer mehr den Beitragszahlern (bei sinkendem Realeinkommen) aufgebürdet und Besserverdiener und Unternehmen aus der Verantwortung entlassen wurden, wurden bald auch die Sozialkassen ruiniert. Die Rente wurde mit Riester teilprivatisiert, das Niveau abgesenkt und das Eintrittsalter auf 67 erhöht. Leistungsverschlechterungen und Zuzahlungen bei den Krankenkassen und eine unterfinanzierte Pflegeversicherung waren eine weitere Folge.
Kapitalbesitzer suchen ständig nach Möglichkeiten, ihre Gelder gewinnbringend anzulegen. Deshalb werden Bahn, Post und andere öffentliche Betriebe privatisiert und wurden die Finanzmärkte unter Rot-Grün liberalisiert.
Den Interessen des Kapitals wurde nicht nur innenpolitisch Vorrang eingeräumt, sondern auch außenpolitisch. Unter der SPD-GRÜNEN-Koalition ging wieder Krieg von deutschem Boden aus. Nicht die „Sicherheit Deutschlands“, wie es Verteidigungsminister Struck formulierte, sondern Interessen der großen Konzerne am Fluss von Rohstoffen der großen Konzerne werden „am Hindukusch verteidigt“.
DIE LINKE und ihre Vorgängerparteien haben die unsoziale und kriegerische Politik sowie die Liberalisierung der Finanzmärkte stets kritisiert. Ihre Forderungen nach einem gesetzlichen Mindestlohn, nach Abschaffung von Hartz IV, nach einer Börsenumsatzsteuer und einer erneuerten Vermögensteuer wurden als unfinanzierbar oder utopisch abgetan. Umso erstaunter war die Öffentlichkeit, als für die Rettung diverser öffentlicher und privater Banken hunderte Milliarden Euro zur Verfügung standen und selbst Verstaatlichungen erwogen wurden.
Eine Abkehr von der bisherigen Politik ist nicht festzustellen. Die unverantwortlichen Finanzspekulationen gehen weiter wie zuvor. Und es ist zu befürchten, dass nach der Bundestagswahl eine „Agenda 2020“ droht, mit der die Bevölkerung die Kosten für die Bankenrettung und die ansteigende Arbeitslosigkeit durch Sozialkürzungen und Steuererhöhungen auferlegt bekommt.
Eine Voraussetzung, um dies zu verhindern und einen Politikwechsel durchzusetzen, ist eine deutliche Stärkung des Einflusses der LINKEN.

Wir rufen auf, die LINKE zu wählen, weil
sie die Banken vergesellschaften und die Finanzmärkte strikt kontrollieren will;
sie jährlich 100 Milliarden Euro für Bildung, eine Energiewende, Gesundheit und öffentliche Infrastruktur investieren und damit tariflich entlohnte Arbeitsplätze schaffen will;
sie für einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn kämpft und Maßnahmen gegen Lohndumping durchsetzen will;
sie Hartz IV abschaffen, die Zweiklassenmedizin durch eine Bürgerversicherung ersetzen und die Rentenkürzungen und Rente ab 67 zurücknehmen will;
sie die Verursacher der Krise durch eine Millionärssteuer und eine Anhebung des Spitzensteuersatzes zur Verantwortung ziehen will;
sie als einzige Partei jegliche Kriegseinsätze der Bundeswehr im Ausland ablehnt und ihren Abzug aus Afghanistan fordert.

Wählen Sie Liste 5: Erst- und Zweistimme für DIE LINKE und den Kandidaten Henning Köster!

ErstunterzeichnerInnen:

Bernd Albert (Lehrer, Marburg)

Wilfried Amediek (ltd. Soz. Pädagoge, Marburg)

Dr. Friedrich-Martin Balzer (Marburg)

Angelika Becker (Lehrerin, Marburg)

Franz Becker (Metzgermeister, Rentner, Marburg)

PD Dr. Johannes M. Becker (Hochschullehrer, Marburg)

Frank-Peter Böcher (Rentner, Marburg)

Roland Böhm (Betriebsratsvorsitzender, Marburg)

Dr. Kurt Bunke (Verwaltungsbeamter, Cölbe)

Dr. Hanna Christiansen (Psychologin, Marburg)

Prof. Dr. Frank Deppe (pens. Hochschullehrer, Marburg)

Dr. Ilina Fach (Marburg)                              

Dr. Tilman Fischer (wiss. Mitarbeiter, Marburg)

Georg Fülberth (Stadtverordneter, Marburg)

Eva Chr. Gottschaldt (freiberufl. Fremdsprachenkorrespondentin, Marburg)

Reinhard Heck (Lehrer, Kirchhain)

Prof. Dr. Lutz Heusinger (Kunsthistoriker, Marburg)

Dr. Anne Maximiliane Jäger-Gogoll (Lehrbeauftragte, Marburg)

Markus Karger (Vorstand der AG der Mitarbeitervertretungen im Diakonischen Werk Kurhessen Waldeck, Wetter)

Astrid Kolter (Studentin, Marburg)

Brigitte Kustosch (Marburg)

Gisela Lechner-Böhm (Erzieherin, Marburg)

Godela Linde (Teamleiterin, Marburg)

Pit Metz (Rehabilitationslehrer, Marburg)

Gert Meyer (Marburg)

Walter Munyak (Angestellter, Stadtallendorf)

Ralf Paul (Schornsteinfeger, Angelburg)

Steffi Pohl (Psychologie-Studentin, Marburg)

Prof. Dr. Holger Probst (Hochschullehrer i.R, Marburg)

Hans Rink (Rentner, Bad Endbach)

Prof. Dr. Eckhard Rohrmann (Hochschullehrer, Marburg)

Birgit Schäfer (Künstlerin, Marburg-Moischt)

Ingeborg Schmidt-Böcher (Angestellte, Marburg)

Karla Schrader (Dipl. Finanzwirtin, Marburg

Ralf Schrader (Lehrer i.R., Marburg)

Prof. Dr. Gert Sommer (Hochschullehrer i.R., Marburg)

Jochen Spiller (Diplomsoziologe, Marburg)

Birgit Spiller-Rothholz (Diplom-Soziologin, Marburg)

Sabine Steinbrecher (Rentnerin, Marburg)

Konrad Weber (Rentner, Kirchhain)

Werner Zentner (Sachbearbeiter, Marburg)

Christiane Zielosko (Physiotherapeutin, Marburg)

Christian Zimmermann (Arzt, Marburg)

Vollständige Liste der UnterzeichnerInnen






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