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Henning

Köster

Warum ich kandidiere

Liebe Wählerinnen und Wähler,

für mich gibt es vier wesentliche Gründe, warum ich für den Deutschen Bundestag kandidiere und Sie um die Erststimme und um die Zweitstimme für DIE LINKE bitte.

Die Krise sollen die bezahlen, die sie verursacht haben!

Durch unser Land geht ein tiefer sozialer Riss, den SPD/Grüne - unterstützt von CDU und FDP - durch die Agenda 2010 verursacht haben: Hartz IV demütigt Millionen Menschen, Kinderarmut nimmt immer mehr zu. Die Zahl der Menschen, die für weniger als 7,50 Euro/Stunde arbeiten müssen, hat sich innerhalb der zehn Jahre, in denen die SPD an der Regierung beteiligt ist, auf 6,5 Millionen verdoppelt. Frauen sind besonders betroffen.
Es gibt eine gigantische Umverteilung von unten nach oben. Es ist zu befürchten, dass nach der Wahl die Krisenlasten durch weiteren Sozialabbau finanziert werden.
Diese Politik muss beendet werden, durch Abschaf-fung von Hartz IV, durch einen gesetzlichen Mindest-lohn und durch die Besteuerung von Börsenspekula-tionen und von großen Vermögen und Einkommen.

Bundeswehr raus aus Afghanistan!

Als Kind habe ich noch viele zerstörte Häuser gesehen, Kriegsversehrte kennen gelernt und Frauen erlebt, die vergeblich auf ihre vermissten Männer warteten. Kriegsdienstverweigerung und die Ostermärsche für eine atomwaffenfreie Welt und gegen den Vietnam-krieg waren meine ersten politischen Aktivitäten.
Als Schröder und Fischer u.a. die Öffentlichkeit auf den Tabubruch (Willy Brandt: „Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen!“) einer deutschen Kriegsbeteiligung in Jugoslawien eingeschworen hatten, hat mich die Angst von alten Menschen, die sich an die Bombennächte erinnerten, tief beeindruckt.
Heute führen CDU/SPD/Grüne/FDP Krieg in Afgha-nistan: Hochzeitsgesellschaften werden mit Unter-stützung deutscher Aufklärungsflugzeuge bombardiert. Zahlreiche Kinder sind Opfer. Der Krieg weitet sich aus. Es darf nicht sein, dass wir immer mehr in diesen Krieg verstrickt, junge deutsche Soldaten sinnlos geopfert werden und unsere Gesellschaft weiter militarisiert wird.

Die Bahnprivatisierung verhindern!

Der Marburger Bahnhof als Beispiel: ein heruntergekommenes Gebäude, dessen Renovierung seit vielen Jahren versprochen, aber immer verschoben wird. Güterbahnhof, Warteräume, Gepäckannahme, und Gaststätte sind weg. Die Öffnungszeiten der Fahrkar-tenschalter schrumpfen, lange Warteschlangen sind die Folge. Bänke und Gepäckförderband fehlen. Schlimmer noch, es gibt keine Barrierefreiheit.
Streckenstilllegungen, Bahnhofsschließungen, Preis-erhöhungen, Personalabbau, Zugverspätungen und die Streckung von Intervallen der Materialkontrolle, die sogar Menschenleben gefährdet, sind bei der Deutschen Bahn AG an der Tagesordnung. Durch Einsparungen und Preiserhöhungen soll die Bahn fit gemacht werden für die Börse. Diese Politik ist unökologisch und zutiefst unsozial, weil sie vor allem sozial benachteiligte, alte, behinderte Menschen trifft.

Kinder brauchen Chancengleicheit!

Nirgendwo werden Kinder aus ärmeren Familien oder mit Migrationshintergrund bei der Bildung so benachteiligt wie bei uns. Wir brauchen gut ausgestattete Schulen mit kleineren Klassen, an denen jedes Kind auch individuell gefördert werden kann, und wir brauchen Gebührenfreiheit von der Krippe bis zur Uni!
Als Lehrer mit viel pädagogischer Erfahrung (Hausaufgabenbetreuung, Förderung und Vermittlung arbeitsloser Jugendlicher, Haupt-, Realschul- und Gym-nasialbereich) fordere ich aus Überzeugung:
Das dreigliedrige Schulsystem muss abgeschafft werden!
Wir brauchen die Gemeinschafts- und Ganztagsschule als Regelschule!
Für gemeinsames Lernen bis zur 10.Klasse!
Für ein Grundrecht auf Ausbildung!







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