Halise Adsan

Gegen den Hass – für den Dialog der Kulturen!

In diesen Stunden, in denen ich diese Zeilen formuliere, brennen in vielen Ländern der islamischen Welt europäische Einrichtungen. Es sind Tote zu beklagen. Eine unbeschreibliche Empörung über die zuerst in Dänemark veröffentlichten Mohammed-Karikaturen entlädt sich in Hassaktionen gegen Fahnen, Botschaften, vor allem aber gegen Menschen.

  • Sind es ausschließlich verletzte religiöse Gefühle?
  • Ist dieser aufgestaute und angestachelte Hass noch verstehbar?
  • Warum reden diese Menschen nicht mit ihren europäischen Mitmenschen?

Die ersten Monate in Deutschland lebte ich in einem Asylbewerberheim. In dieser Zeit gingen zahlreiche Asylbewerberheime in Flammen auf. Es waren Tote zu beklagen.

  • Warum dieser angestaute und aufgestachelte Hass gegen Menschen, die ihren deutschen Mitmenschen nichts angetan hatten?
  • Woher kam dieser Hass z.B. in Solingen oder Rostock-Lichtenhagen?

Es muss möglich sein, dass Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, religiösen oder politischen Auffassungen friedlich im Dialog zusammenleben können. Überall auf der Welt!

Wir müssen endlich lernen, dass jede Kultur nie nur denen gehört, die sie hervorgebracht haben. Jede Kultur ist imm er ein Teil des gesamten Weltkultur und der Menschheitsgeschichte. Wir müssen lernen, unsere Kultur zu teilen, das heißt: wir müssen unsere Kultur mitteilen. Der demokratische Dialog auch der in Marburg lebenden Menschen aus über 100 Ländern ist ein sensibles und bewahrenswertes Gut.

Dafür setze ich mich besonders ein:

  • Der Ausländerbeirat braucht eine Vollzeitstelle, um seine Arbeit besser leisten zu können.
  • Die Stadt Marburg braucht einen Integrationsbeauftragten, der in Zusammenarbeit mit dem Ausländerbeirat eine umfassende Bestandaufnahme der Integrationsarbeit der Bevölkerungsgruppen erstellt.
  • Die Sprachförderung und der Sprachunterricht müssen in den Kindergärten und an den Grundschulen als selbstverständlicher Bestandteil verankert werden.
  • Wir brauchen einen „Runden Tisch”, an dem Vertreter der Betroffenen, der Stadt und der Institutionen, die sich pädagogisch oder mit der beruflichen Integration von AusländerInnen beschäftigen, sich zu einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch und der Erarbeitung von Vorschlägen zur konkreten Beförderung der Integration treffen.

Ich engagiere mich als Kurdin und deutsche Staatsbürgerin für die Linkspartei, weil ich möchte, dass die Menschen aus vielen Kulturen zusammen arbeiten!

Ich bitte um Ihre Stimme gegen nationalistisch verseuchtes Denken!

Ich bitte um Ihre Stimme für die Marburger Linke!

Gehen Sie bitte am 26. März zur Kommunalwahl!