Fragen der Marburger Schulzeitung zur KommunalwahlAnworten von Henning Köster: Sind die Mittel im hessischen Programm „Ganztagsschulen nach Maß“ für Marburg ausreichend, unzureichend oder vielleicht falsch angelegt? Was kann und sollte die Stadt Marburg bezüglich Ganztagsausbau weiterhin unternehmen? Die Mittel der hessischen Landesregierung für die ‚Ganztagsschule nach Maß sind In der Tat völlig unzureichend und falsch verteilt. Das Gießkannenprinzip der Verteilung lässt besondere Bedarfe in Schulen mit besonders starker Problematik außer Acht und bestraft sogar die Schulen, an denen wie etwa an der Friedrich-Ebert-Schule die Entwicklung zur Ganztagschule bereits weit fortgeschritten ist. Sagen Sie uns in einem Satz, warum man Ihre Partei oder Gruppierung wählen sollte, ausschließlich unter dem Aspekt schul-, jugend- und familienpolitischer Fragen. Allein die ersten vier4 Plätze unserer Liste - Henning Köster, Alexandra Darabos, Pit Metz und Birgit Schäfer - vereinigen neunfache Elternschaft, dreifach langjähriges Engagement als Elternvertreter und in Betreuungsvereinen, berufliche Praxis in der schulischen und außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit und zugleich viele kompetente Initiativen als Stadtverordnete für die Rechte und Interessen von Kindern und Jugendlichen ( für ein Ganztagsangebot an der FES, für den überfälligen Bau einer Sporthalle für die OUS und die Fronhofschule, gegen die drohende Ausweisung einer bosnischen Schülerin an der E-Schule, für einen städtischen Schulwegeplan, gegen die Streichung der Gültigkeit der Schülerkarte in den Ferien, gegen den faktischen Rückbau der Fachstelle für Jugendberufshilfe, für eine Kombikarte im Aquamar während der Ferienzeit, gegen die zunehmende Mittelstreichung für Bolzplätze, Renovierung an Kinderspielplätzen usw.). Sind Sie für die finanzielle Gleichstellung der Schulen in freier Trägerschaft, insbesondere bezüglich der Gastschulbeiträge, der Buskosten bei Schülerbefördeung ins Schwimmbad, bei Medienausleihe u.a.? Die Fraktion der Marburger Linken befürwortet die finanzielle Gleichstellung der Schulen in freier Trägerschaft, weil wir unbedingt für die Förderung der Vielfalt von Schulmodellen in Marburg sind. Es ist ungerecht, dass die Eltern der SchülerInnen unserer lokalen privaten Schulen (Bettina-von-Arnim-Schule, Freie Schule, Steinmühle, Blista ), die ja nicht gewinnorientiert arbeiten, zusätzlich zur Kasse gebeten werden. Die Marburger Haushaltslage ist Dank sprudelnder Gewerbesteuereinnahmen viel besser als im Frühjahr und Sommer prognostiziert, so dass das auch finanzierbar ist. Werden Sie in Marburg dafür stimmen, dass Eltern künftig stärker an den Schülerbeförderungskosten beteiligt werden? Warum sollten wir? Die Schülerbeförderung ist eine öffentliche Aufgabe. Eine stärkere Beteiligung der Eltern wäre eine weitere Aushöhlung der Schulgeldfreiheit im weiteren Sinne, die in den letzten Jahren schon scheibchenweise zurückgefahren wurde. Umgekehrt wird ein Schuh draus die 3 km-Grenze ist doch willkürlich. Warum wird nicht eine kostenlose Schülerbeförderung für alle Schülerinnen und Schüler aus den Einnahmen aus Parkgebühren bezahlt, die ja mittlerweile auch den Stadtwerken zufließen? So würden auch im Interesse der Umwelt ‚Mama/Papa-Taxis’ weitgehend überflüssig. |