Alex Daraboš

Global denken, regional wirtschaften

Das Credo „Weiter, schneller, mehr” des westlichen Wohlstandsmodells ist nicht mehr zukunftsfähig. Die bisherige Produktions- und Verbrauchsweise der Industrieländer hat die Menschheit und unseren Planeten an den Rand des Abgrunds gebracht. Ein neues Verständnis von Lebensqualität ist erforderlich. EU, Bund und das Land Hessen setzen zwar Rahmenbedingungen, doch die notwendigen Veränderungen müssen vor Ort geplant und umgesetzt werden.

Global Denken – lokal handeln, ist nach wie vor das Gebot der Stunde.

Politik vor Ort muss konsequent am Agenda-21-Prozess in seiner Einheit von ökologischen, ökonomischen, sozialen und basisdemokratischen Ansprüchen ausgerichtet werden.

Energiewende bis 2050 und kommunaler Klimaschutz in Marburg

Die Marburger Linke setzt sich dafür ein, den Energiebedarf bis 2050 ausschließlich aus erneuerbaren Energien zu decken. Die ist nur möglich, wenn konsequent und flächendeckend auf kommunaler Ebene Maßnahmen geplant und umgesetzt werden. Auf Initiative der linken Fraktion trat die Stadt Marburg 2003 dem Klimabündnis bei. Die konsequente Umsetzung des Klimabündnis-Maßnahmekatalogs wird künftig eines unserer Hauptanliegen sein.

Nachwachsende Rohstoffe und Regionale Wirtschaftskreisläufe

Ein wichtiger, bisher vernachlässigter Baustein auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft sind nachwachsende Rohstoffe, die im Landkreis angebaut werden könnten. Sie bieten nicht nur neue Perspektiven für die hiesige Land- und Forstwirtschaft. Auch Handwerkern und mittelständischen Unternehmen erschließen sich neue Tätigkeitsfelder, so dass die Wertschöpfung in der Region bleibt.

„Aus der Region für die Region” – ist der Grundgedanke regionaler Vermarktung. Bundesweit gibt es unterschiedliche Modelle dafür. Allen gemeinsam ist das Ziel, regionale Wirtschaftskreisläufe zu schließen, gesunde Lebensmittel ohne lange Transportwege bereitzustellen. So werden Umwelt und fossile Rohstoffe geschont, dringend benötigte Arbeitsplätze entstehen. Eine Initiative zur Vermarktung von regionalen Lebensmitteln und Produkten wird Bewusstsein für regionale Zusammenhänge schaffen – ein Schritt weiter zur kommunalen Selbstversorgung!