Kein Stellenabbau Am Universitätsklinikum

Solidarität mit den Beschäftigten

 

Zum geplanten Stellenabbau am Universitätsklinikum Gießen und Marburg durch die Rhönklinik-AG und dem Dringlichkeitsantrag der DIE LINKE. Fraktion im Kreistag Marburg-Biedenkopf zu diesem Thema in der Kreistagssitzung am 12. Mai 2005 erklärt die Fraktion DIE LINKE.:

 

„Die Katze ist aus dem Sack“ so titelte eine Regionalzeitung die Meldung zum geplanten Stellenabbau am Universitätsklinikum Gießen und Marburg durch die Rhön-AG. Kaum sind die Verträge in (halbwegs) trockenen Tüchern - noch steht die Vergabeklage des unterlegenen Bieters Asklepios bei der EU im Raum – kündigen die neuen Herren am Klinikum bereits einen massiven Stellenabbau an.

 

Anna Hofmann, Fraktionsvorsitzende der DIE LINKE. Fraktion im Kreistag Marburg-Biedenkopf, meint: „Dass der Stellenabbau kommt, war zu befürchten. Überrascht bin ich von der Unverfrorenheit und Dreistigkeit mit dem das Vorhaben angekündigt wird. Ohne Information der Personalräte verkündet der Gesundheitskonzern sein Vorhaben der staunenden Öffentlichkeit. Nicht einmal der Anschein einer Anstandsfrist wird gewahrt. Brutal und rücksichtslos verfolgen die Kapitaleigner ihr Ziel: Gewinnmaximierung um jeden Preis. Der Kreistag sollte sich dem Votum der Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Marburg anschließen und den Kreisausschuss dazu auffordern, sich bei der Landesregierung und der Rhön-AG für die Aussetzung der geplanten Maßnahmen einzusetzen.“

 

Heidi Boulnois, Stellvertreterin von Anna Hofmann, sagt: „Jetzt rächt sich, dass das Volksbegehren gegen die Privatisierungspläne des Uniklinikums nicht die volle Unterstützung vieler KommunalpolitikerInnen in Stadt und Landkreis erhalten hat. Die Maßnahmen zum Personalabbau waren zu erwarten. Dass es so schnell geht und so viele Menschen davon betroffen sind, verblüfft dennoch. Ich bin der Ansicht, der Kreistag sollte ein Zeichen setzen, um den Personalräten und den MitarbeiterInnen zu zeigen, dass die KommunalpolitikerInnen nicht tatenlos zusehen wollen, wie Konzerne sich diese Gesellschaft Stück für Stück aneignen und unterwerfen wollen.“