Zuschüsse zur Vor-Ort-Beratung

 

Beschluss:

Der Kreisausschuss wird aufgefordert, finanzielle Zuschüsse zur „Vor-Ort-Beratung“ zu gewähren. Die Zuschüsse sollen nach den „Richtlinien über die Förderung der Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung in Wohngebäuden (Vor-Ort-Beratung) vom 18. Juni 1998“ erfolgen. Die Finanzmittel sollen aus einem Förderfond in Höhe von mindestens 500 000 Euro gewährt werden, den der Landkreis zusammen mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden, der Sparkasse Marburg-Biedenkopf und anderen interessierten Unternehmen auflegen soll.

 

Begründung:

Selbst wirtschaftshörige Presseorgane wie der „Stern“, die in vielen Artikeln die erneuerbaren Energien in Grund und Boden geschrieben haben, kommen an der Tatsache nicht mehr vorbei, dass Erdöl eine endliche Ressource und Atomkraft ein höchst gefährliches Danaergeschenk ist. In einem Artikel in der Ausgabe vom 17. August werden die Chancen zum Ausstieg aus einer auf fossiler und atomarer Energieversorgung Ökonomie ausführlich beschrieben.

 

Einer der Schlüssel für eine energische Energiewende ist die energetische Optimierung der Altbausubstanz. Hier liegt ein riesiges, zur Zeit nicht oder nur wenig genutztes Potential, zur Stärkung von regionalen Wirtschaftskreisläufen. Die Auswirkungen auf Rohstoffverbrauch und Klimaschutz sind ebenfalls bemerkenswert.

 

Das renommierte „Wuppertal Institut“ zeigt eindrucksvoll auf, wie durch regionale Impulse von kommunaler Seite die Entwicklung weg vom Öl vorangetrieben werden kann. Ein erster Schritt ist eine offensive, auf den Verbraucher zugehende, Bestandsaufnahme und Analyse der Altbausubstanz im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Ein wirksames Instrument ist die „Vor-Ort-Beratung“. Da die Mittel, die die Bundesregierung für das Jahr 2006 bereitgestellt hat, bereits im Juli erschöpft waren, ist es sinnvoll und notwendig, dass die Kommunen im Landkreis Marburg-Biedenkopf diese Mittel bereit stellen.

 

 

Gez. Anna Hofmann                                                                     gez. Inge Sturm