Antrag der Fraktion DIE LINKE
betreffend „Kindern aus armen Familien die Teilnahme am Schulessen ermöglichen“
Beschluss:
Der Kreistag beauftragt den
Kreisausschuss eine Regelung zu erarbeiten, die es den Kindern armer Eltern
ermöglicht, an den derzeitigen und künftigen Angeboten eines Mittagessens an
Schulen teilzunehmen. Idealerweise ist das Mittagessen an Schulen für alle
Kinder kostenlos.
Begründung:
Immer mehr Schulen benötigen
aufgrund der Entwicklung hin zur ganztägig arbeitenden Schule die Möglichkeit,
ihre Schülerschaft mit einem warmen Mittagessen zu versorgen. Es ist Aufgabe
des Schulträgers, diese Entwicklung nach Kräften zu unterstützen, und
gleichzeitig sicherzustellen, dass kein Kind aus finanziellen Gründen auf ein
warmes Mittagessen verzichten muss. In vielen europäischen Nachbarländer ist
dies klängst gängige Praxis.
Kinder müssen ausreichend essen und
trinken, um sich am Unterricht konzentriert beteiligen zu können. Der Regelsatz
für 6-14jährige SchülerInnen beträgt 207 Euro pro Monat, für Essen und Trinken
2,65 Euro pro Tag (0,59 Euro für Frühstück; je 1,03 Euro für Mittag- und
Abendessen). In vielen Schulen kosten die Mittagessen deutlich über zwei Euro.
Damit wird es diesen Kindern
unmöglich gemacht, am Schulessen in den Schulen teilzunehmen. Gerade bei
Ganztagsschulen ist gemeinsames Mittagessen eines der zentralen Elemente des
Schulangebotes, für das nicht nur erhebliche Mittel in Mensen an den Schulen
investiert wurden und noch investiert werden sollen. Das gemeinsame Mittagessen
ist ein integraler Bestandteil des Ganztagsschulkonzepts.
Es dient der kind- und
jugendgerechten Strukturierung des Ganztagsschulangebots,
ist ein wichtiger Bestandteil des
sozialen Lernens und auch ein Baustein der Gesundheitserziehung.
gez. Heidi Boulnois gez. Herwig
Selzer gez. Inge Sturm