PDS will Lkw auf Stadtautobahn ausbremsen
Verkehrslärm und Feinstaub will die PDS/Marburger Linke mit einem Antrag zur Tempoverringerung auf der B3A zu Leibe rücken. „Die Einführung der Lkw-Maut hat zu einer erheblichen Zunahme des Schwerlastverkehrs auf der Stadtautobahn geführt, “ erläutert Stadtverordneter Henning Köster. Damit habe die „Verlärmung des Lahntals“ weiter zugenommen.
Um hier Abhilfe zu schaffen, hat die PDS/Marburger Linke vor allem die Lastwagen im Visier, da sie die Hauptquelle des Lärm seien. Sie fordert, die Höchstgeschwindigkeit auf der B3A für Lkw auf 60 km/h und für Pkw auf 80 km/h zu verringern. Die Fraktion will dadurch mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.
An erster Stelle soll der Verkehrslärm verringert werden. „Beim Verkehrsversuch Mitte der 90er Jahre hatte man es versäumt, das Tempo der Lkw zu verringern, so dass sich der Lärmpegel kaum verringerte und das Unfallrisiko - u.a. durch überholende Lkw zunahm, meint Stadtrat Nico Biver“. Deshalb verlange die PDS/ML ein niedrigeres Limit für Lkw als für Pkw sowie ein Überholverbot für Lastwagen.
Durch das Tempolimit soll außerdem erreicht werden, dass sich „der Anreiz für Lkw verringert, durch das mautfreie Lahntal zu fahren“. Zeit sei schließlich Geld.
Und schließlich erhoffen sich die Antragsteller auch Entlastung an anderer Stelle. „Durch das Tempolimit werden auch die Feinstaubemissionen zurückgehen,“ so Biver. Nachweislich würden durch geringere Geschwindigkeiten nicht nur die Partikelemissionen, sondern auch Reifen- und Bremsenabrieb der Kraftfahrzeuge abnehmen.
Die PDS/Marburger Linke geht davon aus, dass ihr Antrag eine Mehrheit finden und auch umgesetzt werden wird. „Es ist nicht das erste Mal, dass im Parlament ähnlich lautende Anträge von unserer Fraktion bzw. von SPD und Grünen eingereicht und verabschiedet wurden,“ so Köster. „Sie sind aber alle am Veto Oberbürgermeister Möllers gescheitert.“ Dies könnte nach dem 30. Juni anders werden, hofft Köster: „Egon Vaupel hat sich im OB-Wahlkampf für ein Tempolimit auf der B3A ausgesprochen.“