Fraktion Marburger Linke in der Stadtverordnetenversammlung
Antrag, eingereicht am 28.06.2006

Beteiligung am Wettbewerb "Bundeshauptstadt Klimaschutz"

Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, folgenden Beschluss zu fassen::

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt die Teilnahme der Universitätsstadt Marburg am Wettbewerb "Bundeshauptstadt Klimaschutz". Der Magistrat wird beauftragt die Wettbewerbsunterlagen bei der Deutschen Umwelthilfe anzufordern und den Fragenkatalog termingerecht bis zum 15. September einzusenden.

Begründung:

Klimaschutz beginnt in den Kommunen. Sigmar Gabriel, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit schreibt in seinem Vorwort zum Wettbewerb sinngemäß: "Deutschland ist bei der Verringerung klimaschädlicher Gase führend. Bis 2004 hat Deutschland bereits seine Verpflichtungen zur Reduktion der Treibhausgase aus dem Kyoto-Protokoll nahezu erfüllt. Dennoch bedarf es weiterer Anstrengungen. Städte und Gemeinden haben ein großes Potenzial, zur Minderung der CO2-Emissionen und anderer Treibhausgasemissionen beizutragen. Die Minderung von CO2-Emissionen dient nicht nur dem Schutz der Umwelt, sondern sichert in Zeiten knapper kassen und steigender Energiepreise auch Spielräume für kommunales Handeln. Ein effektives Energiemanagement der kommunalen Liegenschaften kann erheblich Kosten einsparen. Wer Altbauten energetisch modernisiert, erhält oder steigert den Wert des kommunalen Immobilienvermögens. Er gibt dem örtlichen Handwerk Aufträge und die Möglichkeit, Arbeitsplätze zu erhalten oder sogar zu schaffen. Investitionen in regenerative Energieversorgung und energieeffiziente Geräte machen unabhängiger von steigenden Rohöl- und Ergaspreisen."

Die Marburger Linke tritt bekanntlich dafür ein, bis 2050 die Energieversorgung Marburgs vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen. Der Wettbewerb bietet die Gelegenheit, die Stärken, aber auch die Schwächen im kommunalen Klimaschutz in Marburg zu aufzuzeigen. Die Teilnahme an dem Wettbewerb sollte der Startschuss dafür sein, eine umfassende Marburger Klimaschutz- und Innovationsstrategie zu erarbeiten und umzusetzen.

Pit Metz / Alexandra Darabos


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