Vier Marburger auf Landesliste der hessischen Linkspartei.
Vier Marburger kandidieren auf der Landesliste der hessischen Linkspartei. Am 30. August wurde Renate Bastian in Frankfurt von der VertreterInnenversammlung der Linkspartei mit 93,5 Prozent der Stimmen auf den fünften von zwanzig Listenplätzen gewählt. Auf einem Parteitag am selben Tag hatte sich die Hessische PDS einstimmig in Linkspartei.Hessen umbenannt.
Die Liste wird angeführt vom außenpolitischen Sprecher der Linkspartei Wolfgang Gehrke, der sich in Frankfurt im gleichen Wahlkreis wie Außenminister Fischer auch um ein Direktmandat bewirbt. Auf Platz zwei wurde Werner Dreibus gewählt. Er ist Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstandes der WASG und Erster Bevollmächtigter der IG Metall Offenbach.
Ihnen folgen auf den nächsten Plätzen gleich fünf Frauen: Ann-Christin Schomburg (Kassel), Janine Wissler (Frankfurt), Renate Bastian (Marburg), Marjana Schott (Fuldabrück) und Zahide Yentür (Dreieich).
Pit Metz, der Marburger Stadtverordnete und Direktkandidat der Linkspartei, setzte sich bei der Fortsetzung der VertreterInnenverasammlung am 31. Juli auf Platz 12 gegen zwei Mitbewerber durch. Bei einer Listenwahl für die Plätze 14, 16, 18 und 20 erhielt der pensionierte Hochschullehrer und Kreistagsabgeordnete Georg Fülberth die meisten Stimmen der neun Kandidaten. Er nimmt Platz 14 ein. Auf Platz 18 folgt mit den drittmeisten Stimmen Hajo Zeller, einer der Marburger PDS-Sprecher.
Der Landesvorsitzende der Linkspartei Hessen, Dr. Ulrich J. Wilken, hob die gute Zusammenarbeit mit der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit hervor: „Aus dem Umfeld beider Parteien haben sich schon Hunderte Wahlhelfer gemeldet. Wir werden mit Direktkandidaten und -kandidatinnen in allen hessischen Wahlkreisen in einen kämpferischen Wahlkampf ziehen“. Als Ziel nannte Wilken, in Hessen vier Bundestagsmandate für die Linkspartei zu erreichen.
Dreibus und Gehrcke betonten eine sehr weitgehende inhaltliche Übereinstimmung. Neben der Forderung nach Rücknahme der so genannten Arbeitsmarkt-„Reformen“ wollen sie die Notwendigkeit einer aktiven Friedenspolitik und einer Stärkung der direkten Demokratie ins Zentrum ihres Wahlkampfs stellen.
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